Zum Inhalt springen

Zurück in einen balancierten Fitnesslifestyle- nach dem Wettkampf ist vor der Reversediet

Hallo meine Lieben,

ich muss den Blogpost einfach nochmal mit meinem Lieblingsbild vom Wettkampf, welcher nun schon genau 4 Wochen her ist beginnen.

Zudem noch zwei weiter Bilder der offiziellen Fotos des Wettkampfs, die ich beim letzten Blogpost noch nicht hatte:

Die ganze Wettkampfvorbereitung war eine mega Erfahrung und der Wettkampftag selbst auch der absolute Wahnsinn. Allerdings habe ich mich nach dem ersten Wettkampf dafür entschieden, es für diese Saison bei diesem zu belassen. Ich führe die Saison nicht wie zuerst geplant bei der NAC fort sondern habe meine Saison schon frühzeitig nach meinem erfolgreichen Wettkampf bei der IFBB Luxembourg beendet. Diesen Entschluss habe ich Euch schon vorletzte Woche über Instagram mitgeteilt.

Mir ging es nach dem Wettkampf auch gesundheitlich nicht sonderlich gut, weswegen ich mich dann dazu entschieden habe auf meinen Körper zu hören. Ich war bei meinem Wettkampf mit 50kg noch nicht bei 100% der Form, es hätten nochmal mindestens 2kg bis zum nächsten geplanten Wettkampf purzeln sollen und dagegen habe ich persönlich mich dann einfach entscheiden müssen.

Ich habe mir mit dem Wettkampf bei der IFBB Luxemburg und meinen Siegen dort meinen persönlichen Traum erfüllt. Meine persönliche Bestform hatte ich auch und somit mein Ziel erreicht.

Nach dieser Entscheidung vor knapp 4 Wochen ist eine riesen Last von meinen Schultern gefallen. Ich hatte nicht mehr den Druck noch weiter mit dem Gewicht herunter zu müssen und hatte das Gefühl wieder selbst über mich und meinen Körper bestimmen zu können. Nicht dass ich es irgendwie bereue die Wettkampfvorbereitung gemacht zu haben, nein im Gegenteil, ich bin auch nach wie vor meinem Coach und allen die mich unterstützt haben sehr dankbar, aber trotzdem war ich auch froh das Kapitel #roadtostage erstmal abhaken zu können. Da es natürlich körperlich und in erster Linie psychisch eine riesen Herausforderung und Belastung war. Ich kam öfters an meine Grenzen und bin darüber hinaus gegangen. Es waren harte, aber auch spannende und prägende Monate.

Kommen wir aber nun dazu, wie es mir die letzten Wochen nach dem Wettkampf ergangen ist, denn was fast nie jemand erzählt, ist dass es nach dem Wettkampf vielleicht genauso schwierig ist wieder einen gesunden Weg in die Off-Season zu finden wie die On-Season durchzuziehen.

Viele Athleten bekommen nach dem Wettkampf einen absoluten Rebound, etwas das ich vollkommen verstehen kann, denn man hat Monate lang in absoluter Restriktion gelebt und der Körper hat stark darunter gelitten. Dann nicht innerhalb kürzester Zeit noch mehr Kilos wieder drauf zu futtern ist wirklich schwierig. Vor allem da man plötzlich wieder essen darf und meist nach dem Wettkampf auf sich alleine gestellt ist.

Von vielen habe ich gehört, dass sie nach dem Wettkampf erstmal lange Zeit vom Fitnesslifestyle Abstand brauchten und den Spaß daran verloren haben. Das alles sind Dinge die ich nachvollziehen kann, aber die mir zum Glück nicht passiert sind.

Ich muss offen sagen, dass ich direkt nach dem Wettkampf auch 1/2 Tage Binge-Eating Anfälle hatte, da es körperlich und psychisch einfach nicht anders ging. In der Zeit habe ich dann auch den Entschluss gefasst, dass es so nicht weitergehen darf und ich für mich einen Weg finden muss, wieder in einen gesunden und ausbalancierten Fitnesslifestyle zu finden, das ist mir einfach das Wichtigste.

Ich habe also begonnen „zurück zu diäten“, das Ganze mache ich selbstständig und versuche für mich selbst den richtigen Weg zu finden. Als mein eigener Coach muss ich natürlich erst mal selbst herausfinden wie ich das Ganze am besten angehe, allerdings kann ich eben auch auf meinem eigenen Körper hören und selbst überlegen wie ich vorgehe.

Ich persönlich habe mich dafür entschieden das Ganze schon strukturiert, aber auch nicht ganz streng handzuhaben.

Ich habe wieder begonnen nicht nach ganz strengem Ernährungsplan, in welchem jeden Tag das selbe steht, zu essen, sondern einfach wieder meine Kalorien und Makronährstoffziele festzulegen und dementsprechend mein Essen einzutracken. Trotzdem esse ich täglich ziemlich ähnlich.

In der ersten Woche nach dem Wettkampf habe ich mit 1300/1400kcal meine Reversediet  begonnen. Die ersten Tage nach dem Wettkampf kam ich um die ein oder andere Leckerei, wie ich Euch ja schon gestanden habe, allerdings nicht herum. Aber dann habe ich es eigentlich wirklich gut hinbekommen mich an meine festgelegten Makros zu halten. Ich habe auch direkt wieder begonnen meine liebsten Basic-Lebensmittel, wie Haferflocken,  Magerquark, Obst und buntes Gemüse, die in der Diät gestrichen waren, zu essen.

In der zweiten Woche habe ich meine Kalorien dann auf 1600kcal gesteigert. Ein bis zwei mal in der Woche habe ich mir auch mal außerhalb meiner festgelegten Makros was gegönnt und war mit einem Eis oder einer anderen Gönnung dann auch mal über den Kalorien. Allerdings wollte ich mir das auch nicht verbieten, denn das ist für mich wichtig um wieder eine Balance zu finden. So nach dem Motto 80/20, 80% Clean und genau meine Makros und Kalorien tracken und 20% sich auch mal was gönnen wenn man mega Lust drauf hat und mir nicht pedantisch etwas verbieten.

Ich habe mich immer alle paar Tage gewogen um zu schauen wie sich das Gewicht dementsprechend verhält. Es ist nach dem Wettkampf relativ schnell auf ca 1,5kg mehr angestiegen, was ja klar ist, da man für den Wettkampf ja auch entwässert hatte und deswegen auch direkt wieder Wasser zieht. In den nächsten Wochen hat es sich bis jetzt bei ca 52kg , also erst 2kg über Wettkampfgewicht eingependelt.

Deswegen bin ich in der dritten Wochen auch direkt auf 1800kcal hochgegangen und in der letzten Woche dann etwas langsamer auf 1900kcal. Da ich in der Mitte der Woche allerdings bemerkt habe, das mein Gewicht wieder beginnt unter die 52kg zu fallen, habe ich die Kalorien dann auf 2000 erhöht und sogar mal einen Tag über meine Kalorien gegessen, da ich mir zusätzlich einfach mal einen Muffin gegönnt habe #balanceisthekey 😉

Da das Gewicht aber immernoch stabil bei ca 52kg bleibt, werde ich die nächsten Woche erstmal auf 2000kcal bleiben, was eigentlich meinem Erhaltungswert bzw meinem durchschnittlichen Grundumsatz entsprechen müsste und beobachten was mit dem Gewicht und der Form passiert.

Meine aktuelle Form möchte ich natürlich auch mit Euch teilen und habe dementsprechend heute Morgen einen kleinen Formcheck gemacht:

Gewicht: 52,2kg

 

Meine Form ist im gesamten eben nicht mehr so hart, aber ansonsten hat sie sich nicht stark verschlechtert und ich bin sehr zufrieden. Zudem bin ich natürlich auch wieder blass im Gegensatz zum Wettkampftag 😀

Je nachdem wie sich die nächsten Wochen das Gewicht und die Form verhält, werde ich dann schauen ob ich meine Kalorien sogar noch erhöhe, oder mich evtl eine Zeit vom tracken und genauem Kalorien zählen trenne und es mal komplett mit intuitivem Essen probiere. Dafür muss ich aber erstmal jetzt wieder in das Essen außerhalb von Diät noch weiter hineinfinden. Wobei ich es denke, dass ich am liebsten 80/20 weiter handhaben würde, 80% Clean essen, auch mal Dinge wie einen Proteinriegel in die Makros tracken, ab und zu aber auch mal außerhalb der Makros was gönnen, mit Freunden essen gehen, ohne an dem Tag seine Kalorien zu zählen und so weiter.. woraus sich dann die 20% bilden.

Ich werde natürlich weiterhin an meiner Form und meinen Schwachstellen arbeiten, ob ich irgendwann nochmal eine weitere Saison als Bikiniathletin starten werde, weiß ich aktuell noch nicht. Erstmal ist das Kapitel für mich abgehakt und ich habe wieder andere Prioritäten auf die ich mich fokussiere. Mein Studienabschluss und berufliche Perspektive stehen im Vordergrund. Allerdings wird auch meine berufliche Zukunft im Fitnessbereich liegen und  deswegen helfen mir meine gemachten Erfahrungen der letzten Monate auch hier stark weiter.

Was meine Form angeht ist mein Ziel weiter Muskulatur aufzubauen und wieder etwas kurviger zu werden. Der Fokus liegt auch besonders wieder auf der Beinrückseite und dem Po, denn der muss weiterhin wachsen, sowie eigentlich der gesamte Körper. Ich denke dass ich versuchen werde in den nächsten Monaten generell mehr Muskulatur aufzubauen und deswegen mit einem leichten Kalorienüberschuss mein Gewicht erhöhen möchte. Angepeilt ist mein Gewicht langsam wieder auf 54/55kg zu erhöhen, da dies in der Vergangenheit mein persönliches Wohlfühlgewicht war. Aber ich möchte mich vom Gewicht garnicht so stark abhängig machen, das wichtigste ist, dass das Training weiterhin viel Spaß macht, ich wieder mehr Kraft aufbaue, mich in meinem Körper wohlfühle und das Ganze mit genug Balance und Lebensqualität auch was die Ernährung angeht.

In nächster Zeit wird sich also auch der Blog vom Competitionlifestyle wieder zu einem Balancelifestyle wandeln. Ich teile gerne wieder Rezepte und Training mit Euch, sowohl hier als auch in erster Linie auf Instagram.

Ich danke allen die mich während meiner ersten Wettkampfvorbereitung begleitet haben und freue mich Euch auch in Zukunft an meinem Fitnesslifestyle teilhaben zu lassen.

Eure FitWishJoana

 

 

 

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.