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Meine Fitnessgeschichte FitWishVince

So meine Lieben,

hier erfahrt ihr jetzt komplett und privat, was mich genau zum Fitness brachte und welche Schwierigkeiten und vor allem auch welche Entwicklung meine eigene Selbstwahrnehmung in der Zeit durchlaufen musste. Eventuell habt ihr ja auch sogar Selbiges bei euch wahrgenommen.

Wahrscheinlich wird aber auch eine Sportart dabei sein, die euch womöglich verwundern mag, aber die ich mittlerweile sehr stolz erwähne, weil sie mich sehr stark geprägt hat.

Zugegeben, bei mir war das Thema Sport immer schon ein riesiger Bestandteil meines Lebens, vor allem dank meiner Mum 🙂

Sie gab mir schon im jungen Alter stets die Möglichkeit, alles auszutesten und war auch immer gewillt, dass ich neben dem Sport am besten zusätzlich ein Musikinstrument spielen sollte.

Sagen wir mal so, Blockflöte kann ich, dank der Schule spielen, und ein wenig „Alle meine Entchen“ auf dem Klavier, das war es dann leider aber auch schon mit meinem Know-how darin.

Man sieht schon, meine Begeisterung war eben eher Richtung Sport ausgerichtet und weniger musikalischer Natur, wobei eines meiner ersten wirklichen Sportarten eben auch sehr viel mit Musik, vornehmlich klassischer Musik, zu tun hat.

Der kleine Vince und seine Eindrücke aus der Eislaufhalle

Alles begann so mit 3 Jahren und in einer Eislaufhalle, denn dort stand ich als kleiner Fratz und beobachtete begeistert die Sportler. Genau denkst du bestimmt, Eishalle, könnte Eishockey sein, wobei „Mist“ da fehlt ja der musikalische Teil. Richtig kombiniert, denn ich stand nicht bei den Hockeyspielern, viel mehr hat mich damals ein junges Eiskunstlaufpaar in ihren Bann gezogen. So anmutig und filigran, bewegten sich die Zwei, weshalb ich sofort meine Mutter anschaute und ihr mitteilte, dass ich das nun auch machen will.

Wie gesagt, meine Mum förderte mich schon damals immer sehr stark, weshalb sie umgehend Kontakt aufnahm und wir leider herausfanden, dass ich noch ein wenig zu jung war und noch lieber ein bis zwei Jahre warten sollte bis ich damit anfangen könnte.

Aber sie gaben mir einen Tipp, was ich stattdessen machen könne und was mir auch beim Eiskunstlauf weiterhelfen würde. Diesen Tipp setzten wir dann auch sehr schnell um und fanden eine sehr gute Schule dafür.

Ab dem Zeitpunkt, begann eine sehr prägende und zum Teil auch sehr anstrengende Zeit, die ich aber nun nicht mehr missen will, weil sie in meiner körperlichen und geistigen Entwicklung so maßgeblich hilfreich war. Durch diese Zeit, lernte ich Disziplin, Geduld und vor allem sehr viel über Durchhaltevermögen kennen, was bis heute tief in mir verwurzelt ist.

Zugegeben es lehrte mich auch, wie schwer es sein kann, gegen den kompletten Schwarm zu schwimmen und dadurch eine Art Außenseiter zu sein. In anderen Worten, ich lernte also sehr früh, wie es sich anfühlt, der Einzige im Umfeld zu sein, der etwas ausübt, was die einen unglaublich erstaunen lies und andere lächerlich und peinlich fanden. Ich musste schon sehr früh am eigenen Leib feststellen, dass man sich besonders fühlen darf, kann und sollte, wenn man seinen eigenen Weg geht und es egal ist, was Andere über dich sagen.

Wahrscheinlich weißt du nun auch schon was ich genau getan habe oder du hast eine Vermutung. Wie gesagt, es gab Zeiten, da habe ich darüber nicht gesprochen, oder wollte nicht, dass es jemand weiß, ja es war mir sogar richtig peinlich vor Anderen. Gerade vor Mitschülern in der Grundschule, da diese leider sehr schnell gewisse Urteile fällen konnten und meine Beweggründe nicht kannten oder verstehen konnten.

Aber diese Zeit legte sich im Laufe der Jahre und ich war extrem stolz und selbstbewusst wenn ich den Leuten ganz offen sagen konnte was ich tat.

Meine offenes und komplett stolzes Bekenntnis

„ JA ich habe eine klassische Ballettausbildung genossen und würde es jeder Zeit erneut so machen, weil es eines der besten Sportarten ist, sich selbst kennenzulernen und komplett wahrzunehmen“!

Also insgesamt habe ich 6 Jahre lang Ballett getanzt und mir wurde gezeigt, was Körperspannung, Körpergefühl und Körperbewusstsein bedeuten und vor allem habe ich auch heute noch all diese Attribute verinnerlicht. Heutzutage kann ich dadurch zum Beispiel jeden Muskel perfekt wahrnehmen und konnte so im Kraftsport die berühmte Muscle-Mind Connection perfekt umsetzen.

Du siehst also, dass Ballett für mich weit aus mehr Bedeutung hat, als nur bloßes Tanzen. Zudem höre ich heute immer noch sehr gerne klassische Musik, weil sie alle Facetten aufzeigen kann, von ruhig zu explosiv ist alles möglich.

Meine weiteren Sportarten und deren Einfluss auf mich selbst

Parallel zum Ballett fing ich auch mit Leichtathletik an und war dort sehr talentiert. Das hatte zum einen Vorteile, zum Anderen hatte es aber auch wieder Facetten, die unheimlich formend für meinen Charakter waren. Durch meine Leistungen wurde ich früh im Training gefördert, indem ich zu den älteren Athleten kam und auf selbigem Niveau trainiert wurde. Das hört sich erst mal toll an und eventuell auch bewundernswert, aber es hat eben auch negative Seiten.

Ich entwickelte sehr schnell einen so starken Ehrgeiz, dass ich nur noch gewinnen wollte. Das führte soweit, dass ich auf Wettkämpfen immer mit großem Abstand gewinnen musste, war dies nicht der Fall, ließ ich mit absichtlich nach hinten fallen indem ich mein Tempo verringerte.

Meine Trainerin forderte sehr viel Einsatz von mir, dem ich stets gerecht werden wollte, aber welcher mir eben dann auch im Weg stand. Über die Jahre lernte ich dann aber, es als schöne Herausforderung zu sehen, wenn andere auf meinem Tempo waren bzw wie förderlich Konkurrenz sein kann. Es gab mehrere Kollegen, durch die sowohl ich, als auch diese selbst ihre Bestzeiten schlugen, weil man sich gegenseitig über das normale Limit pushte.

Diese Erkenntnis ist im Einzelsport Gold wert, weil so immer wieder neue Ziele und Rekorde gebrochen werden können – Gesunde Konkurrenz!

Zur Leichtathletik paarte sich mit der Zeit auch noch das Schwimmen, was durch und durch eine schöne Sportart darstellt und mich zu einer Art Wasserratte mutieren lies. Wasser ist so ein geiles Element, weil es dich einfach fühlen lässt, was Leichtigkeit bedeutet. In diesem Sport hatte ich ebenfalls sehr große Ambitionen und schwamm bald auf einem sehr guten Niveau und erfreute mich auch hier daran, mich mit Anderen messen zu können.

Von der Einzelsportart hin zum Mannschaftssport 

Hauptsächlich habe ich Einzelsportarten ausgeübt, welche einen großen Reiz haben, aber gerade Teamsportarten können noch ganz andere Fähigkeiten vermitteln. Meine Erfahrungen in diesem Bereich liegen im Handball, was ich 13 Jahre lang gespielt und geliebt habe.

Hier lernt man zwar auch sich selbst weiterzuentwickeln, aber man merkte schnell, dass es eben im Ganzen auf alle ankommt. Ich lernte, dass es unmöglich ist ein Spiel alleine gewinnen zu können und wie schön es sein kann, gemeinsam zu gewinnen. Es wird vermittelt, sich auf andere Verlassen und diese müssen sich auch auf dich verlassen. Vor allem wird einem bewusst, den Ruhm auch gerne an Andere abzugeben, also auch mal eine Torchance an einen Mitspieler abzugeben, weil der besser steht als man selbst, obwohl man natürlich immer mehr für das Tor, als für die Vorlage gefeiert wird.

Wie Handball, meinen Muskelaufbau vorangebracht hat

Genug Lobpreisung auf die ganzen lehrreichen Attribute und Charakterzüge durch diese Sportarten und zielführend züruck auf das Thema „Fitness“ und wie ich dazu kam.

Der Handballsport stellte sich als sehr körperbetonter Sport dar, weshalb wir ab einem gewissen Liganiveau nebenbei Trainingseinheiten im Fitnesscenter hatten. Mir gefiel das so gut, dass ich mir zu Weihnachten mein erstes Hantelset wünschte und die passende Fachliteratur, welche ich auch direkt von meiner Mum geschenkt bekam.

Innerhalb des Handballs merkte ich sehr schnell, dass der Kraftsport einen spürbaren Einfluss hat und mich durch und durch verbesserte. Die Begeisterung wurde immer stärker, weil ich auch optisch immer mehr eine Veränderung selbst feststellte und durch Andere ebenfalls darauf angesprochen wurde.

Mit der Zeit wurden die Gewichte allerdings zu leicht und ich wollte neben dem Handball und der dortigen Krafteinheit auch noch selbst ins Gym gehen, weshalb mein nächstes Weihnachtsgeschenk die Mitgliedschaft im Fitnesscenter war. Hier stellte sich sehr schnell heraus, dass der Sport so viele Facetten hat, angefangen bei den verschiedenen Trainingssysteme über die Ernährung und noch vieles mehr.

Mit der Zeit fing ich an, nur noch Kraftsport zu betreiben, weil ich merkte welchen Mehrwert es liefern konnte und weil mein Handballteam zum größten Teil wenig Disziplin aufwies und ich in der Mannschaft nur wenige Freunde hatte, die den selben Ehrgeiz hatten. Deshalb wurden wir auch immer schlechter, was über die Zeit anstrengend und nervig war, weil eben alle am selben Strang ziehen müssen. Letztendlich hörte ich dann doch komplett auf, weil ich ja das neue Hobby gefunden hatte, indem ich ausschließlich auf mich angewiesen war.

Kraftsport und meine trügerische Selbstwahrnehmung

Es bietet einen enormen Reiz, aber auch hier gibt es ein riesiges Problem, welches uns wahrscheinlich fast alle verbindet. Die trügerische Selbstwahrnehmung! Für die meisten, wie auch mich, ist es der Blick in den Spiegel und dieses Gefühl von Unzufriedenheit. Das zieht sich in jeglichem Bereich durch, hier zu flach, da zu fett und dort viel zu wenig Muskeln. Für Außenstehende wirkt das höchstwahrscheinlich sehr seltsam, weil sie einen ansehen und als meist das genaue Gegenteil beschreiben, was man selbst wahrnimmt.

Jetzt könnte man ja auf deren Aussage hören und sich das Ganze zu Herzen nehmen, aber leider ist die getrübte Brille noch auf und man sieht nur das, was man sehen will.

Meine Brille gaukelte mir vor, dass ich doch viel zu mager war und viel mehr Masse brauche, weshalb ich einem regelrechten Wahn verfiel, immer mehr Masse aufzubauen. Ob es magere Muskelmasse war? Bei Weitem gefehlt, es war größtenteils Fett, oder wie ich gerne sage, mein Körperfettanteil war Butter!

Aber es ist eben auch einer blödesten Sätze im Gym, wenn einer sagt „Huch was ist passiert, hast du abgenommen?“ JA auf manche wirkt das jetzt als Kompliment, in meinen Ohren dagegen, war es eine pure Beleidigung und führte zu einem weiteren Kalorienanstieg und dadurch zum schönen Butterkörperfettanteil!

Also ich kann rückblickend nur lachen wenn ich alte Bilder sehe und noch genau weiß wie ich mich gefühlt habe, stark und anmutig, weil massig und muskulös. Was ist mit dem damaligen filigranen und wirklich anmutigen Balletttänzer passiert – er wurde zum pausenlosen Futtern geschickt und wurde rundlicher.

Muskelaufbau heißt dann wohl Essen, essen, essen…

Hab ich eigentlich schon vom Futtern geredet, denn das war wirklich spaßig, vor allem für meine Mitmenschen. Vor allem wenn ich mal nichts zu Essen hatte, denn mutierte ich zur runden Diva mit puren Hassgefühlen.

Hier mal an der Stelle ein „fettes“ ( Wortspiel erlaubt) SORRY an alle die mich ertrugen, ihr seid der Wahnsinn und auch sorry, dass man mit mir nicht wirklich weggehen konnte, ohne eine regelmäßige Essenszufuhr zuvor gemanagt zu haben.

Diese massigen Zeiten sind nun zum Glück vorbei und ich kann nun ganz entspannt an den Sport ran gehen und zudem alle Facetten in vollen Zügen genießen. Wenn du offen bist und nicht zu verbissen, bietet der Fitnesssport so viel Freude, egal ob alleine oder mit Mehreren.

Ich für mich selbst habe gelernt mit einer gesunde Disziplin an alles heranzugehen und vor allem auf die das Feedback meiner Außenwelt zu hören und alles anzunehmen. Seit ich das mache ist Fitness um so viele Klassen schöner geworden und ich kann mein Wissen und meine Erfahrungen an Andere weitergeben oder zumindest einen Anstoß liefern, denn jeder muss seinen eigenen Weg finden.

Am Ende habe ich viel geschrieben und möchte dir hier nun von Herzen danken fürs Lesen und hoffe du konntest auch ein wenig mitnehmen und hast dich eventuell wiedererkannt an der einen oder anderen Passage. Jetzt erklärt es auch eventuell wie es zu meinem Leitsatz kam:

I want you to be the best version of yourself!

Dein FitWishVince 😉

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